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ADR, GDR, ADS – Was ist das?

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Es gibt verschiedene Arten von Depositary seit vielen Jahren. Das Konzept von Depositary Receipts (DRs) wurde erstmals in den 1920er Jahren in Großbritannien eingeführt. Damals wurden Zertifikate ausgestellt, die den Besitz ausländischer Aktien durch inländische Anleger darstellten.

In den USA wurden Depositary Receipts erstmals in den 1920er Jahren von J.P. Morgan für eine britische Regierungsemittenten ausgegeben. Es wurde jedoch erst in den 1950er Jahren zu einem regelmäßigen Instrument in den USA, insbesondere mit der Einführung von American Depositary Receipts (ADRs) durch die Citibank.

Seitdem haben sich unterschiedliche Arten von Depositary Receipts entwickelt, darunter Globale Depositary Receipts (GDRs), European Depositary Receipts (EDRs), American Depositary Shares (ADS), International Depositary Receipts (IDRs) und Sponsored Depositary Receipts (SDRs). Jede Art von Depositary Receipts hat ihre eigenen spezifischen Regeln und Vorschriften, die auf der Art der emittierten Wertpapiere, auf dem Markt, auf dem sie gehandelt werden, und auf der Art der Anleger, die daran teilnehmen, basieren.

Insgesamt haben die verschiedenen Arten von Depositary Receipts dazu beigetragen, den Handel mit ausländischen Wertpapieren für Anleger weltweit zu erleichtern und den Zugang zu Märkten zu verbessern, in die sie sonst nicht investieren könnten.

Im folgenden Blog gehe ich auf die allgemein bekannten Depositaries ein.

ADR – American Depositary Receipts

American Depositary Receipts, auch bekannt als ADRs, sind zertifizierte Wertpapiere, die an US-Börsen gehandelt werden und ausländische Aktien repräsentieren. Sie werden von amerikanischen Banken ausgegeben, die die ausländischen Aktien halten, unter anderem zur Erleichterung des Handels ausländischer Aktien durch US-Investoren. ADRs bieten US-Investoren eine Möglichkeit, in ausländische Unternehmen zu investieren, ohne dass sie das Risiko von Fremdwährungsfluktuationen eingehen müssen oder sich unmittelbar mit dem ausländischen Markt auseinandersetzen müssen.

Die ADRs werden von der Bank gegen die ausländischen Aktien ausgetauscht und von der Börse gehandelt, für die sie ausgegeben wurden. Dabei unterliegen sie der Regulierung durch die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) und der Aufsicht durch die ausgebende Bank.

Es gibt verschiedene Arten von ADRs, die auf unterschiedlichen Regeln und Vorschriften basieren und je nach Aktienklasse unterschiedliche Niveaus an Dividenden und Stimmrecht aufweisen können. Die bekanntesten Arten von ADRs sind „Level 1 ADRs“, „Level 2 ADRs“ und „Level 3 ADRs“, wobei Level 1 die einfachste und Level 3 die komplexeste Form darstellt.


Wie sicher sind ADR?

Ob Aktie oder ADR macht in Bezug auf die Rechtssicherheit keinen Unterschied. Anleger müssen nicht etwa befürchten, dass sie Gläubiger der ADR-ausstellenden Bank werden, wenn diese in die Insolvenz geht. Die für die ADRs hinterlegten Original-Aktien tauchen in der Bilanz der Bank nicht auf und sind Eigentum der ADR-Inhaber. Diese können auch die Herausgabe der Papiere fordern. Da aber viele Banken keinen Zugang zu den Original-Handelsplätzen, beispielsweise in China oder Russland haben, macht das wenig Sinn. Die Herausgabe kostet Geld und anschließend sitzt man auf einem nicht handelbaren Wertpapier. Steuerlich sind ADRs den Aktien inzwischen gleichgestellt. Einzig das Anrechnen der Quellensteuer, das ja oftmals schon bei Aktien nicht gerade einfach ist, kann bei ADRs noch kniffliger werden.

GDR – Global Depositary Shares

Global Depositary Receipts (GDRs) funktionieren vom Prinzip her wie ADRs. Es handelt sich um ein Zertifikat, das an einer ausländischen Börse gehandelt wird und das den Besitz von Aktien eines ausländischen Unternehmens repräsentiert, die von einer Bank oder einem Finanzinstitut in einem anderen Land gehalten werden.

GDRs wurden entwickelt, um ausländischen Investoren den Zugang zu Unternehmen zu erleichtern, die nicht an ihrer heimischen Börse gelistet sind. Sie ermöglichen es Investoren, Aktien von ausländischen Unternehmen in ihren lokalen Währungen zu kaufen und zu verkaufen, ohne dass sie die Aktien physisch halten müssen oder direkt in den ausländischen Markt investieren müssen.

Die Ausgabe von GDRs erfordert, dass das Unternehmen, dessen Aktien sie repräsentieren, einem strengen Prüfverfahren unterliegt, um sicherzustellen, dass es die Standards der ausstellenden Börsen erfüllt. Unternehmen können GDRs an Börsen wie der London Stock Exchange, der Luxembourg Stock Exchange oder der Berlin Stock Exchange ausgeben.

Für Anleger können GDRs eine Möglichkeit sein, in ausländische Aktien zu investieren, ohne sich in den ausländischen Markt begeben zu müssen.

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Was bedeutet das jetzt für uns Investoren?

1. Wenn möglich sollten wir die Original-Aktie bevorzugen. Diese ist in den meisten Fällen liquider und mit engeren Spreads gehandelt. 
2. Rechtlich ist ein ADR oder GDR genau so sicher wie die Original-Aktie, auch steuerlich gibt es keine Unterscheide.
3. Obacht muss man geben, wenn ADRs plötzlich aufgelöst werden. In der Regel informiert einen die Depotbank dann aber mit einem Vorlauf von einigen Wochen, so dass man die ADRs verkaufen kann. Ein Umtausch in Original-Aktien ist jederzeit möglich, aber nicht empfehlenswert, da es oft Probleme gibt, diese Papiere dann zu handeln.

ADS – American Depositary Share

Es handelt sich um eine Einheit, mit der ausländische Aktien an US-Börsen gehandelt werden können. Diese Einheit repräsentiert in der Regel eine oder mehrere ausländische Aktien und wird von einer US-Bank ausgegeben, um US-Anlegern den Handel mit ausländischen Aktien in ihrer heimischen Währung zu erleichtern.

ADSs ermöglichen es Anlegern in den USA, in ausländische Unternehmen zu investieren, ohne dass sie sich mit den Unterschieden zwischen den Geschäftspraktiken verschiedener Länder und den verschiedenen Regulierungsanforderungen beschäftigen müssen. Die ADSs werden an US-Börsen gehandelt und unterliegen denselben Regulierungsvorschriften wie Aktien, die in den USA ausgegeben werden.

Die Ausgabe von ADSs durch ein ausländisches Unternehmen erfordert ein strenges Prüfverfahren, um sicherzustellen, dass es die Standards der US-Börse und der US-Regulierungsbehörden erfüllt. ADSs können an Börsen wie der New York Stock Exchange (NYSE) und der Nasdaq ausgegeben werden.

Für ausländische Unternehmen können ADSs eine Möglichkeit sein, den Zugang zum US-Markt und US-Investoren zu erleichtern. Für US-Investoren bieten ADSs eine Option, in ausländische Aktien zu investieren, ohne sich mit den Herausforderungen einer direkten Investition in den ausländischen Markt auseinandersetzen zu müssen. 

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