
Bester Monatszahler Aktienanalyse
Es gibt keinen Textauszug, da dies ein geschützter Beitrag ist.

Kleinanleger schrecken bei zu teuren Unternehmensaktien häufig vor einer Investition zurück. Durch einen Aktiensplit kann eine Einstiegschance geboten werden.
Doch was genau ist ein Aktiensplit und warum wird dieser durchgeführt? Welche Vor- und Nachteile hat dieser?
Das alles wird im folgenden Blog erläutert.
Ein Aktiensplit ist eine Maßnahme, bei der ein Unternehmen seine ausstehenden Aktien aufteilt, um die Anzahl der Aktien zu erhöhen. Dabei wird die Anzahl der Aktien erhöht und der Wert pro Aktie reduziert. Die Auswirkungen auf die Marktkapitalisierung bleiben jedoch gleich.
Ein Beispiel: Wenn ein Unternehmen 100 ausstehende Aktien hat und beschließt einen Aktiensplit von 2:1 durchzuführen, würde das Unternehmen nun 200 Aktien ausgeben, aber der Wert jeder Aktie würde auf die Hälfte fallen.
Aktiensplits werden oft von Unternehmen durchgeführt, um den Preis pro Aktie zu senken und dadurch mehr Investoren anzulocken. Ein niedrigerer Aktienpreis kann es für Kleinanleger erschwinglicher machen, in ein Unternehmen zu investieren.
Es ist wichtig zu beachten, dass ein Aktiensplit keinen direkten Einfluss auf den Gesamtwert des Unternehmens hat. Es ist lediglich erstmal eine kosmetische Veränderung der Anzahl der ausstehenden Aktien.

Es gibt mehrere Gründe, warum Unternehmen Aktiensplits durchführen:
1. Liquidität erhöhen:
Durch einen Aktiensplit erhöht sich die Anzahl der ausgegeben Aktien, was die Handelsaktivität und Liquidität erhöhen kann.
2. Attraktivität der Aktie erhöhen:
Die Aktie erscheint optisch attraktiver, durch den niedrigeren Kurs.
3. Erhöhung der Handelbarkeit:
Mehr Anleger können die Aktie des Unternehmens kaufen, weil der Preis pro Aktie reduziert wurde.
4. Signalisierung von Wachstum:
Ein Aktiensplit wird oft von Unternehmen durchgeführt, um den Eindruck zu erwecken, dass es dem Unternehmen gut geht und es wächst.
5. Kein Wegfall der Kleinaktionäre:
Da Aktiensplits in der Regel proportional zu den Aktienbesitzern durchgeführt werden, erhalten auch Kleinaktionäre ihre Anteile nach dem Split und verlieren sie nicht komplett.

Aktiensplits haben in der Regel einen großen Einfluss auf die Kursentwicklung eines Wertpapiers. So löst häufig allein die Ankündigung eines Splits eine kurzfristige Preisrally aus. Dementsprechend kann sich ein Aktiensplit gerade für Altaktionäre auszahlen. Rein theoretisch handelt es sich dennoch um ein Nullsummenspiel.
Von steigenden Aktienkursen profitieren jedoch nicht nur die Aktionäre, sondern natürlich auch das Unternehmen. Denn für einen Konzern bedeutet ein Aktiensplit in der Regel frisches Kapital, da die optisch günstigeren Aktienkurse normalerweise eine verstärkte Nachfrage mit sich bringen.
Im Gegensatz zu einer Kapitalerhöhung, die ebenfalls frisches Geld herbeischaffen kann, werden die Altaktionäre durch einen Aktiensplit nicht verwässert, was aus Sicht der Anteilseigner, ebenfalls ein sehr positives Argument für einen Split ist.
Neue Investoren, die erst durch einen angekündigten Aktiensplit auf eine Aktie aufmerksam werden, sollten ihr Geld jedoch nicht nur aufgrund dieser Maßnahme investieren. Denn häufig werden Aktiensplits gerade dann durchgeführt, wenn die Aktienkurse einer Gesellschaft schon über einen längeren Zeitraum enorm angestiegen sind oder sich die Aktien seit geraumer Zeit in einem Seitwärtstrend befinden. Da diese beiden Szenarien keineswegs einen Kaufgrund darstellen, sollten gerade neue Investoren in Folge eines Aktiensplits hellhörig werden und die fundamentale Datenlage nicht vernachlässigen.
Für ein Unternehmen hat ein Aktiensplit in der Regel keine negativen Auswirkungen, auch wenn hierzu keinerlei belastbares Datenmaterial vorliegt. Denn es ist im Nachhinein nicht festzustellen, wie gut oder schlecht sich eine Aktie ohne Aktiensplit entwickelt hätte. Dennoch gibt es einige Firmenchefs, die sich ausdrücklich gegen Aktiensplits aussprechen.
Laut der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz entsteht durch einen Aktiensplit, sofern die Wertpapierkennnummer identisch bleibt, keine Steuerlast. Ändert sich jedoch die WKN , kann der deutsche Staat den Aktiensplit als eine Art Sachdividende einordnen. In diesem Fall müsste der Altaktionär die Abgeltungssteuer entrichten.
Ein Aktiensplit wirkt sich auch unmittelbar auf alle mit dem Basiswert verbundenen Zertifikate aus. Je nach Emittenten werden diese Derivate jedoch entsprechend dem Splitting-Verhältnis angepasst, somit ensteht auch in diesem Zusammenhang kein Nachteil. Dementsprechend kann man sich, gerade als Altaktionär, stets freuen, wenn das eigene Unternehmen einen Aktiensplit ankündigt.

Das Gegenteil von einem Aktiensplit ist ein „Reverse Split“ oder auch eine „Aktienzusammenlegung“. Während ein Aktiensplit von Anlegern tendenziell positiv aufgenommen wird, kann ein Reverse Split auf Probleme eines Unternehmens hindeuten. Eine Zusammenlegung von Anteilen kann beispielsweise ein Indikator für stark gesunkene Kurse sein. Durch einen Reverse Split kann zum Beispiel ein Unternehmen ein Delisting an einigen Börsen vermeiden, denn Handelsplätze können einen Mindestwert pro Aktie festlegen, damit diese handelbar bleibt. Ebenso erhofft sich ein Unternehmen dadurch Investoren anzuziehen, da für einige ein höherer Aktienpreis attraktiver sein kann.
Wie so oft lässt sich hier keine pauschale Aussage treffen. Aktiensplits oder Reverse Splits sind weder „grundsätzlich gut“ noch „grundsätzlich schlecht“. Man muss immer den Einzelfall betrachten. Wichtig ist immer ein Blick in die Bilanzen, denn nur die zeigen dir wie es finanziell bei Unternehmen steht.
In dem folgenden Link kannst du dich über weitere Aktiensplits informieren: https://de.finance.yahoo.com/eventkalender/splits?from=2023-04-30&to=2023-05-06&day=2023-05-05
Achtung: Es handelt sich hier ausschließlich um die Meinung des Autors und nicht um eine Anlageberatung!
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