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Das „Achte Weltwunder“ – der Zinseszinseffekt

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Der Zinseszinseffekt wurde von Albert Einstein als das „Achte Weltwunder“ bezeichnet. Er glaubte, dass diejenigen, die sich mit dem Zinseszinseffekt vertraut machen, Geld verdienen, während die anderen das Geld dafür zahlen.
Als Anleger erhält man Zinsen oder Erträge von seinem Vermögen. In der nächsten Zinsperiode werden sowohl das ursprüngliche Vermögen als auch die Zinsen darauf verzinst. Das Vermögen wächst dadurch schnell und kontinuierlich. Bei ausschüttenden Fonds müssen die Dividenden reinvestiert werden, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren.

Zinseszinsen was ist das?

Obwohl der Begriff Zinseszins zunächst kompliziert klingt, ist die Umsetzung äußerst einfach. Legst du einen bestimmten Prozentsatz deines Ersparten an, würdest du jedes Jahr eine gewisse Rendite erhalten und über dieses Geld frei verfügen können. Beim Zinseszins legst du dein Geld auch zu einem bestimmten Zinssatz und über eine bestimmte Zeitspanne an. Man erhält jedoch die Gewinne nicht jährlich ausgezahlt, sondern investiert diese Erträge in die Geldanlage weiter. Das ursprüngliches Startkapital wird also jedes Jahr um eine bestimmte Summe erhöht, die genauso mitverzinst wird wie der Rest des Geldes.

Was ist der Zinseszinseffekt?

Der Zinseszinseffekt tritt auf, wenn die Zinsen einer Geldanlage wieder reinvestiert und mitverzinst werden, wodurch sich das Geld von selbst vermehrt. Auch ohne weitere monatliche Einzahlungen wächst das Kapital durch die entstandenen Zinsen von selbst. Verlängert man die Zinsperioden von einer jährlichen Zinsauszahlung zu einer halbjährlichen oder monatlichen, kann man den Zinseszinseffekt sogar noch verstärken, da die laufende Verzinsung häufiger berücksichtigt wird. Dadurch kann das Kapital noch schneller wachsen.

Beispielrechnung

Max und Anna haben 10.000 investiert, jedoch lässt Anna sich die Zinsen nicht auszahlen, sondern reinvestiert sie jedes Jahr. Beide haben nach einem Jahr bei einem Zinssatz von 5 % einen Gewinn von 500 €. Anna hat jedoch ab dem zweiten Jahr bereits einen höheren Gewinn als Max, da ihr Gesamtbetrag nun 11.025 statt Maxs 11.000 beträgt. Erst mit einer längeren Anlagedauer wird der Zinseszinseffekt deutlich und ertragreicher. Nach zehn Jahren wird der Zinseszinseffekt noch deutlicher: Anna hat durch die Verzinsung ihrer Zinsen ein Gesamtkapital von etwa 16.289 erwirtschaftet, während Max nur   15.000 erwirtschaftet hat.

Zinseszins berechnen

Wer also Kapital und Geduld hat, kann den Zinseszinseffekt nutzen, um das eigene Geld ohne große Mühe zu vermehren. Wie viel dir die Zinsen auf dein Geld über die Jahre bringen werden, lässt sich mit einfachen mathematischen Formeln ausrechnen.

Die Formel zum Zinseszins

Um zu berechnen, wie viel dir dein Kapital an Zinseszinsen in einem Jahr einbringt, kannst du folgende Formel verwenden:

Endkapital = Startkapital * (1 + Zinssatz/ 100)

Im Beispiel von Anna sähe die Formel wie folgt aus:

10.500 € = 10.000 € * (1 + 5/100)

Willst du herausfinden, wie hoch deine Zinsen nach 10, 20 oder sogar 30 Jahren ausfallen würden, gilt folgende Formel:

Nach x Jahren erhaltene Zinsen = Startkapital * Zinssatz/ 100* X Jahre

Oder verdeutlicht an Max Beispiel über eine Zeit von 10 Jahren:

5.000 € = 10.000 € *  5/100* 10 

Um zu errechnen, wie hoch dein Gewinn nach einer bestimmten Zeit ausfällt, gibt es noch eine weitere Formel, die berücksichtigt, wie viele Jahre dein Kapital weiter verzinst wird, sprich der Zinseszinseffekt:

Endkapital nach X Jahren = Startkapital * (1 + Zinssatz/ 100)^ X Jahre

Anhand von des Beispiels hätte Anna dann folgenden Gewinn nach 10 Jahren erzielt:

16.289 € = 10.000 € * (1 + 5/ 100)^ 10 Jahre

Für die Berechnung kannst du auch ganz einfach den Zinseszinsrechner aus der App myDividends24 nutzen.

Zinseszins & Zinseszinseffekt als Anlageform

Die Zinseszins- und Zinseszinseffekte zu nutzen, ist eine langfristige, konservative, aber auch profitable Art, Geld zu investieren. Denn bereits mit relativ geringen Geldbeträgen kannst du über einen längeren Zeitraum viel erreichen. Insgesamt ist es vorteilhaft, das Geld in verschiedene Richtungen zu verteilen und nicht ausschließlich auf ein einziges Pferd zu setzen. Diversifikation 🙂

ETF & der Zinseszins

Falls man den Zinseszinseffekt nutzen möchten und auf einen Exchange Traded Fund (ETF) setzt, empfiehlt es sich, einen thesaurierenden ETF zu wählen, da dieser die Gewinne direkt reinvestiert. Bei einem ausschüttenden ETF werden die Renditen ausgezahlt, jedoch können häufig Gebühren/Steuern anfallen, die den Gewinn noch ein wenig reduzieren. 

Ein Zinseszinseffekt wird stärker bemerkbar, je früher man mit einem ETF-Sparplan beginnt. Man kann natürlich nur einmalig einen Betrag oder monatlich eine kleine Summe investieren, um einen Fonds oder sein Vermögen langsam aber sicher zum wachsen zu bringen.

 

Aktien & der Zinseszins

Du erhältst keine Zinsen auf Aktien, die du besitzt, anders als bei festgelegtem Geld in einem Sparbrief. Mit richtigem Anlegen kannst du trotzdem von einem Zinseszinseffekt profitieren. Zahlreiche Unternehmen an der Börse geben ihren Investoren jährlich Dividenden, um an ihrem Gewinn teilzunehmen. Du hast die Möglichkeit, deinen Gewinn jedes Jahr in weitere Wertpapiere zu investieren, um deinen Gewinn und dein gesamtes „Aktienvermögen“ zu steigern. Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass sowohl die Ausschüttung von Gewinnen als auch der Wert von einzelnen Aktien jedes Jahr stark variieren können. Dividenden sind nicht gesichert und können jederzeit gestrichen oder gekürzt werden. Daher ist es nicht immer wahrscheinlich, dass ein Gewinn entsteht und somit eine Wiederinvestition erforderlich ist.

Zinseszins erhöhen!

Mehrere Faktoren spielen eine bedeutende Rolle bei der Erhöhung des Kapitals durch den Zinseszins:

Es ist offensichtlich, dass der Zinseszinseffekt je größer ist, desto mehr Geld man für den Aufbau von Vermögenswerten zur Verfügung hat und die höher der Zinsen dafür sind. Der endgültige Gewinn wird auch vom Zeitraum beeinflusst, in dem sich das Geld durch den Zinseszins vermehren kann. Je früher man damit beginnt, beispielsweise jeden Monat Geld in Form eines Sparplans zu sparen und diesen Betrag zu sparen, desto mehr profitiert man von der Verzinsung jedes Jahr.

Zinsen werden normalerweise einmal jährlich ausgezahlt und können somit reinvestiert werden. Wenn die Zinsen und Zinseszinsen in kürzeren Abständen ausgezahlt werden, beispielsweise jedes halbe Jahr, pro Quartal oder monatlich, wird dies als unterjährige Verzinsung bezeichnet. Da bei einer unterjährigen Verzinsung Zinsen auf das Kapital mehrmals im Jahr anfallen, können diese in der folgenden Zinsperiode bereits zusätzlich verzinst werden, wodurch der Gewinn schneller ansteigt.

Beispiel: Zinseszinseffekt bei Aktien

Wer sein Geld an der Börse in Aktien oder andere Anlageprodukte investiert, erhält statt Zinsen Rendite. Anleger bekommen bei Wertpapieren thesaurierende Erträge anstatt Zinseszins. Beispielsweise wird die Rendite von thesaurierenden Fonds ständig reinvestiert und nicht ausgezahlt.

Ein Beispiel für die thesaurierende Geldanlage: Wenn wir 10.000 € als Grundbetrag annehmen und eine durchschnittliche Rendite von 7 % pro Jahr erwarten. Warum 7%? Dieser Betrag entspricht fast der durchschnittlichen Rendite des MSCI World in den vergangenen zehn Jahren.

In diesem Beispiel wurden nach 30 Jahren ohne Wiederinvestition    31.000 € gespart. Falls die Gewinne wieder reinvestiert werden, entsteht im selben Zeitraum eine Summe von 76.122,50 €. Jedoch ist dies nur möglich, wenn man die erwähnte durchschnittliche Rendite von 7 % pro Jahr berücksichtigt.

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Fazit

Wer ein Vermögen durch den Zinseszinseffekt aufbauen möchte, sollte schnell anfangen zu investieren. Es ist möglich, dies durch die Verwendung von Sparplänen und niedrigen Sparraten zu erreichen. Es besteht die Möglichkeit, Geld durch den Zinseszins für sich selbst arbeiten zu lassen, indem man verschiedene Anlagemöglichkeiten wie das Tagesgeld- oder Festgeldkonto nutzt. Auch bei Anlageformen wie ETF-Sparplänen kann ein ähnlicher Effekt erzielt werden. Letztere bieten normalerweise attraktivere Renditemöglichkeiten, erfordern jedoch gleichzeitig eine größere Risikobereitschaft. Daher kann es sinnvoll sein, das vorhandene Kapital nicht nur innerhalb eines Portfolios zu diversifizieren, sondern auch über verschiedene Anlageformen zu verteilen. Die Höhe der Zinseszinseffekte oder reinvestierten Renditeneffekte hängt nicht nur von der individuellen Risikobereitschaft ab, sondern auch von der Höhe und Dauer der Investition.

Achtung: Es handelt sich hier ausschließlich um die Meinung des Autors und nicht um eine Anlageberatung!

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