Zum Inhalt springen

Inhalt

Payout Ratio – Definition und Berechnung

myDividends24 App Portfolio Tracker Aktienkalender Rezession Unternehmen Aristokraten mydividends24 Könige Dividende Strategie Kennzahlen KGV KUV KBV Spread Bid Ask Kurs Split Aktiensplit Orderarten Limit Order ETF Fonds Frugal Frugalismus

Definition

Die Payout Ratio oder auch als Ausschüttungsquote bekannt ist das Verhältnis zwischen der Dividendenzahlung eines Unternehmens und dem Gewinn, den es erwirtschaftet. Sie gibt an, wie viel Prozent des Gewinns an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Eine höhere Payout Ratio bedeutet, dass das Unternehmen einen größeren Anteil seines Gewinns an die Aktionäre ausschüttet und somit möglicherweise weniger Geld für Investitionen und Wachstum zur Verfügung hat.

Auf Berechnung des Payout Ratio

Um die Payout Ratio zu berechnen sind verschiedene Werte aus unterschiedlichen Zahlenwerken eines Unternehmens notwendig. Wichtig hierbei ist, dass alle Daten sich auf den gleichen Zeitraum beziehen. Denn die jährlichen Dividendenausschüttungen müssen mit dem jeweiligen Gewinn des gleichen Jahre verglichen werden.

Die für die Berechnung der Payout Ratio wichtigen Daten sind aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) beziehungsweise dem Cash Flow Statement (tatsächlichen Zahlungsströme) des Unternehmens zu entnehmen. Diese werden wiederum in Quartalsberichte und dem Jahresabschluss von den Unternehmen veröffentlicht. Diese Dokumente können in der Regel auf der Unternehmensseite eingesehen werden. Auf Grundlage verschiedener  Unternehmenskennzahlen (Jahresüberschuss) kann die Payout Ratio durch verschiedene Berechnungsansätze ermittelt werden.

Basis des Gewinns

Auf Basis des Gewinns je Aktie und der Dividende wird die Payout Ratio aufgebaut, dabei handelt es sich um eine Näherungslösung.

Da die Stichtage von Zähler und Nenner in der Berechnungsformel unterschiedlich sein können, ist diese Art der Berechnung nur eine Näherungsformel. Der Gewinn je Aktie wird in der Regel als Durchschnittswert des gesamten Jahres dargestellt, da sich die Anzahl der Aktien verändern kann. Grund hierfür können verschiedene Kapitalmaßnahmen sein zum Beispiel Aktienrückkäufe oder Kapitalerhöhungen.

Hingegen beruft sich die Dividende je Aktie auf einen festen Zeitpunkt, dieser wird auch Ex-Tag genannt. An diesem Tag wird die Dividende vom Aktienkurs abgeschlagen. Dies kann zu geringfügigen Verzerrungen der Payout Ratio auf Aktienebene führen.

Die Formel lautet wie folgt:

Auf Basis der Dividendensumme

Genauer ist die Berechnung der Payout Ratio mit Hilfe des Jahresüberschusses aus der GuV und der Dividendensumme. Hierbei ist die Anzahl der Aktien nicht relevant und nimmt keinen Einfluss auf die Berechnung. Diese Kennzahlen sind leicht zu recherchieren.

Die Formel lautet wie folgt:

myDividends24 App Portfolio Tracker Aktienkalender Rezession Unternehmen Aristokraten mydividends24 Könige Dividende Strategie Kennzahlen KGV KUV KBV Spread Bid Ask Kurs Split Aktiensplit Orderarten Limit Order ETF Fonds Frugal Frugalismus Payout Ratio

Auf Basis des Cashflows

Ein weitere Berechnungsmöglichkeit kann mit dem Free Cashflow verfolgt werden. Hierbei wird die Dividendensumme durch den FCF des gleichen Zeitraums dividiert.

Bei der Berechnung der Ausschüttungsquote präferieren einige Anleger die Verwendung der Kennzahlen auf Basis des Cash Flows im Gegensatz zu den Bilanz- oder GuV-Kennzahlen. Grund hierfür ist, dass die geläufigen Kennzahlen für die Payout Ratio signifikant beeinflusst werden können, zum Beispiel mittels Abschreibungen. Bei Abschreibungen handelt es sich um keine tatsächliche Position bei der ein Geldmittelabfluss gegenübersteht. Das hat zur Folge das der Gewinn eines Unternehmens sinken kann, obwohl es keine Auswirkungen auf den Cash Flow gibt.

Dies ist der Grund weshalb der Cash Flow als eine exakte Ausgangsbasis gegenüber Bilanz- oder GuV-Kennzahlen empfunden wird. Grundsätzlich ist es klug beide Berechnungsmethoden anzuwenden.

Die Formel lautet wie folgt:

Deutung des Ergebnisses

Bewerten lässt sich die Payout Ratio eines Unternehmens im absoluten aber auch im Zeit- beziehungsweise Unternehmensvergleich. Um die Ausschüttungspolitik eines Unternehmens besser einschätzen zu können ist es ratsam weitere  Kennzahlen und Faktoren hinzuzuziehen.

Absolute Einschätzung

Manche Anleger bewerten eine geringe Ausschüttungsquote als positiv, denn eine geringe Quote kann zum Beispiel eine höhere Dividendenanhebung in der Zukunft in Aussicht stellen. Ein ent-scheidender Aspekt ist die Reinvestition der nicht ausgeschüttete Gewinne, denn dadurch kann der Unternehmenswert gesteigert werden. Je niedriger die Quote der Ausschüttungen, desto mehr Geld kann für zukünftiges Unternehmenswachstum verwendet werden. Aus diesem Grund gibt es Anleger, die Unternehmen ohne Dividendenausschüttungen bevorzugen.

Bei einer gewissen Marktstellung oder einer bestimmten Unternehmensgröße kann es sein das Unternehmen über zu viele liquide Mittel verfügen und/oder zu wenig Investitionsmöglichkeiten ihnen geboten wird, sodass das Geld nicht sinnvoll angelegt werden kann. Ein sinnvolle Gewinnverwendung wäre dann die Ausschüttung einer Dividende oder eventuell ein Aktienrückkaufprogramm.

Solide Auschüttungsquote

Eine solide Payout Ratio hängt oft von der Branche und der Geschäftstätigkeit des Unternehmens ab. Im Allgemeinen gilt eine Payout Ratio zwischen 40% und 60% über mehrere Jahre hinweg als solide und nachhaltig. Dies bedeutet, dass das Unternehmen genügend Geld für Investitionen und Wachstum behält und gleichzeitig kontinuierlich Dividenden an seine Aktionäre ausschüttet. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Payout Ratio nicht das einzige Kriterium ist, um die finanzielle Gesundheit und Geschäftsentwicklung eines Unternehmens zu bewerten. Auch höhere oder niedrigere Payout Ratios können nachhaltig und sinnvoll sein.

Ausschüttungsquote > 100%

Eine auf längeren Zeitraum anhaltende Ausschüttungsquote von mehr als 100 % kann jedoch Anlass zur Sorge sein. Die Dividendenausschüttungen würden den Jahresgewinn überschreiten. Folglich zahlt das Unternehmen mehr Dividende an seine Aktionäre, als es verdient. Über einen gewissen Zeitraum können Unternehmen grundsätzlich aus ihren Reserven eine Dividende zahlen, wenn diese den Jahresüberschuss übersteigt oder beispielweise ein Jahresfehlbetrag existiert.

Diese Art der Verwendung von Rückstellungspositionen sollte aber nur über einen kurzfristigen Zeitraum durchgeführt werden, um bei Gewinnschwankungen eine Dividendenstabilisierung aufrecht zu erhalten. Ist der Wert der Payout Ratio > 100 % bedeutet das die Ausschüttungen an die Aktionäre  „aus der Substanz“ des Unternehmens getätigt werden. Sprich es wird das Eigenkapital zur Dividendenzahlung verwendet, was zur Folge hat das der Wert des Unternehmens gemindert wird.

Ebenfalls hohe Werte unterhalb der 100-Prozent-Marke sollten ein Indikator für  Anleger sein, sich mit der Entwicklung und der Dividendennachhaltigkeit eines Unternehmens näher zu beschäftigen. Fehlendes Unternehmenswachstum oder rückläufige Aktienkurse können in Kombination mit einer hohen Payout Ratio weitere Risikofaktoren darstellen.

myDividends24 App Portfolio Tracker Aktienkalender Rezession Unternehmen Aristokraten mydividends24 Könige Dividende Strategie Kennzahlen KGV KUV KBV Spread Bid Ask Kurs Split Aktiensplit Orderarten Limit Order ETF Fonds Frugal Frugalismus

Fazit & Dividendenpolitik

Durch das Payout Ratio kann man auf die Dividendenpolitik eines Unternehmens schließen. Die Dividendenpolitik ist die allgemeine die Strategie des Managements im Bezug auf Dividendenzahlungen. Manche Unternehmen befürworten eine konstante Ausschüttungsquote, während andere Unternehmen den Fokus auf andere Kennzahlen und Indikatoren legen.

Vor allem bei Gewinnveränderungen eines Unternehmens kann sich die jeweilige Dividendenphilosophie des Management zeigen. Hierbei können  Rückschlüsse zum Thema Dividendeneinstellung des Managements gezogen werden. 

Sollte der Gewinn sinken und weiterhin eine konstante Dividende gezahlt werden erhöht sich die Payout Ratio. Insofern könnte das Unternehmen auf Erspartes zurückgreifen. Dieses Verhalten könnte ein Indiz dafür sein, dass die Dividende einen hohen Stellenwert für das Unternehmen hat.

Ein fortzahlen und/oder erhöhen der Dividende kann auch taktische Gründe haben, denn Einige vor allem amerikanische Unternehmen tragen das Qualitätssiegel Dividendenaristokrat oder Dividendenkönig. Unternehmen erhalten diese Titel, wenn sie über einen langen Zeitraum (25 / 50 Jahre) jedes Jahr ihre Dividende erhöht haben, wäre das nicht der Fall verlieren sie den Titel.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass ein Blick auf die Payout Ratio sehr wichtig sein kann, um zu ermitteln aus welchen Geldströmen Dividenden gezahlt werden. Es schädigt dem Unternehmen auf lange Sicht, wenn Dividenden aus der Substanz (Eigenkapital) oder sogar aus Fremdkapital gezahlt wird.

Deswegen werft immer einen Blick auf die Bilanz und betrachtet eine längere Zeitspanne.

Achtung: Es handelt sich hier ausschließlich um die Meinung des Autors und nicht um eine Anlageberatung!

Wenn auch Ihr, weitere Dividendenaktien oder ETFs entdecken möchtet, könnt Ihr dazu gerne unsere Dividenden App myDividends24 nutzen. Hier erhaltet Ihr Zugriff auf über 2000 Aktien und ETFs und könnt sogar ein Portfolio Erstellen und die gewünschten Titel hinzufügen. Hier gibt es mehr Details dazu. Jetzt kostenlos herunterladen und 7 Tage lang testen.

Zur myDividends24-App

Erfahre mehr über myDividends24

Teile den Beitrag

Facebook
Twitter
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert