Zum Inhalt springen

Inhalt

Was bedeuten die steigenden Zinsen für uns Anleger?

Portfolio Tracker Aktienkalender Rezession Unternehmen Aristokraten mydividends24 Könige Dividende Strategie Kennzahlen KGV KUV KBV Spread Bid Ask Kurs Split Aktiensplit Orderarten Limit Order ETF Fonds Frugal Frugalismus ESG 3M Aktienbewertung Union Pacific Zinsen

Am 26. Oktober wurde von der Europäischen Zentralbank (EZB) keine Erhöhung der Leitzinsen durchgeführt. Der Leitzins bleibt nach zehn Erhöhungen in Folge bei 4,50 Prozent. Auch die US-Notenbank Fed und die Schweizerische Nationalbank (SNB) haben im September ihre Leitzinsen nicht erhöht.

EZB aktuell

Die Europäische Zentralbank (EZB) pausiert ihren Kampf gegen die Inflation. Am 26. Oktober wurde der Zinssatz nicht erhöht. Die EZB hat im September, Juli und Juni den Leitzins für die Eurozone um 0,25 Prozentpunkte auf 4,50 Prozent erhöht. Sie erhöhte auch den Einlagesatz für die Finanzmärkte um 0,25 Prozentpunkte auf 4,00 Prozent. Dies hilft der EZB beim Kampf gegen die Inflation. Vorher hatte sie mehrmals die Leitzinsen um 0,5 und sogar 0,75 Prozentpunkte erhöht. Ziel der Maßnahme ist es, Kredite zu verteuern. Damit soll die Nachfrage und in der Folge die Inflation gebremst werden. Die Gründe für die Erhöhung der Leitzinsen sind immer dieselben: Die Notenbanken können sich aufgrund der hohen Inflationsraten nicht mehr leisten, ihre langjährige expansive, wirtschaftsunterstützende Geldpolitik fortzusetzen. Ohne Zinserhöhungen würde die Inflation, die bereits stark gestiegen ist, weiter ansteigen. Aus diesem Grund mussten die Notenbanken notwendigerweise umdenken.

 
Portfolio Tracker Aktienkalender Rezession Unternehmen Aristokraten mydividends24 Könige Dividende Strategie Kennzahlen KGV KUV KBV Spread Bid Ask Kurs Split Aktiensplit Orderarten Limit Order ETF Fonds Frugal Frugalismus ESG 3M Aktienbewertung Union Pacific Zinsen Leitzinsen FED EZB

Was bedeutet das für Anleger & Sparer?

Negativzinsen sind nicht mehr vorhanden. Auch dieses Mal können sich Sparer auf positive Zinsen freuen. Jedoch teilt nicht jede Bank die erhöhten Leitzinsen durch höhere Tagesgeld- oder Festgeldzinsen weiter. Sparer sollten daher die Bedingungen untersuchen. Gleichzeitig ist es von Bedeutung, festzustellen, dass die Inflation in Deutschland momentan bei 6,1 Prozent deutlich höher ist als selbst die attraktivsten Zinsangebote der Banken. Die Sparzinsen sind also nach Abzug der Inflation immer noch negativ. Damit verliert das investierte Kapital an Wert. Ein umfangreiches Portfolio an Aktien, Anleihen und möglicherweise auch Immobilien ist für eine langfristige Investition oder Altersvorsorge von Vorteil. Es ist möglich, alle Arten von Investitionen mithilfe von börsengehandelten Indexfonds (ETFs) zu einem günstigen und klaren Preis durchzuführen. Die steigenden Zinsen haben unterschiedliche Auswirkungen auf die wichtigsten Anlageklassen.

Portfolio Tracker Aktienkalender Rezession Unternehmen Aristokraten mydividends24 Könige Dividende Strategie Kennzahlen KGV KUV KBV Spread Bid Ask Kurs Split Aktiensplit Orderarten Limit Order ETF Fonds Frugal Frugalismus ESG 3M Aktienbewertung Union Pacific

Anleihen

Die Kurse von bestehenden Anleihen können durch steigende Zinsen belastet werden, da neu ausgegebene Anleihen einen höheren Zinscoupon erhalten. Um die Rendite der neuen Papiere zu erreichen, müssen die Kurse der bestehenden Anleihen gesenkt werden. Es ist wichtig, dass betroffene Investoren nicht beunruhigt werden. Kursverluste bei Anleihen sind immer nur vorübergehend. In der Regel erhalten Inhaber von Anleihen am Ende der Laufzeit einen Betrag von 100 Prozent, sofern der Emittent zahlungsfähig bleibt. Aufgrund der gestiegenen Zinsen sind Anleihen wieder eine attraktive Geldanlage und können somit einen bedeutenden Beitrag zum Erfolg der Investition leisten.

Portfolio Tracker Aktienkalender Rezession Unternehmen Aristokraten mydividends24 Könige Dividende Strategie Kennzahlen KGV KUV KBV Spread Bid Ask Kurs Split Aktiensplit Orderarten Limit Order ETF Fonds Frugal Frugalismus ESG 3M Aktienbewertung Union Pacific Zinsen Aktien Anleihen Leitzinsen

Aktien

Die Aktienmärkte sind generell gegen steigende Zinsen, da sie Anleihen attraktiver machen und somit stärker mit Aktien konkurrieren können. Des Weiteren erschweren steigende Zinsen die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen. Jedoch kann dies auch positive Auswirkungen haben. Viele Unternehmen nutzen solche Umstände normalerweise, um ihre Strukturen zu vereinfachen und ihre Schulden zu senken. Die Inflation nimmt ab, was Unternehmen beim Einkauf entlastet. Die Aktienkurse haben sich seit Herbst 2022 deutlich von ihren Tiefständen erholt. Es ist erforderlich, mit gelegentlichen Rückschlägen an den Aktienmärkten zu rechnen, da Wertpapiere Schwankungen, Verlustrisiken und gegebenenfalls Fremdwährungsrisiken ausgesetzt sind. Generell gilt jedoch, dass Investoren am breiten Aktienmarkt in der Vergangenheit fast immer Gewinne erzielt haben, unabhängig von ihrem Zeitpunkt des Einstiegs. Trotz der jüngsten Erholung sind viele Aktien weiterhin attraktiv bewertet. Anleger, die jetzt einsteigen oder aufstocken, können eine attraktive Rendite erwarten. Hier zählt die Devise Zeitraum schlägt Zeitpunkt.

Portfolio Tracker Aktienkalender Rezession Unternehmen Aristokraten mydividends24 Könige Dividende Strategie Kennzahlen KGV KUV KBV Spread Bid Ask Kurs Split Aktiensplit Orderarten Limit Order ETF Fonds Frugal Frugalismus ESG 3M Aktienbewertung Union Pacific Zinsen EZB FED SNB Leitzinsen Aktien

Immobilien

Steigende Zinsen können für Immobilien Probleme bereiten. Liegenschaften werden häufig zu einem erheblichen Teil durch Fremdfinanzierung finanziert. Hohe Zinssätze verteuern die Finanzierung erheblich. Immobilien werden dadurch weniger attraktiv als Renditeobjekte. Die Auswirkungen sind bereits seit geraumer Zeit offensichtlich, denn die Preise für Häuser und Wohnungen in vielen Regionen Deutschlands gehen nach Jahrzehnten steigender Immobilienpreise deutlich zurück. Es ist teilweise schwierig geworden, Käufer für Immobilien in weniger gesuchten Gebieten zu finden.

Notenbanken und wichtige Begriffe

Anschließend eine Auflistung von Begriffen die oft im Zusammenhang mit Notenbanken fallen.

Anleihenkaufprogramme

Seit der Finanzkrise 2007/2008 haben die Notenbanken ihren Handel mit direktem Kauf von Staats- und später auch Unternehmensanleihen ausgeweitet. Dies bezieht sich auf den direkten Erwerb von Wertpapieren bei den Banken oder über die Börse. Das Programm hatte das Ziel, die Wirtschaft durch mehr ausgegebene Kredite zu stimulieren, indem es das Zinsniveau künstlich senkte. Im Durchschnitt wurde das relative Gewicht der einzelnen Volkswirtschaft in der Eurozone auch beim Anteil der Anleihekäufe umgesetzt. Das Anleihekaufprogramm der EZB wurde Ende Juni 2022 beendet. Die EZB wird neue Anleihen kaufen, um Anleihen zu ersetzen, die im Rahmen dieses Programms gekauft wurden und zur Endfälligkeit auslaufen. Auf diese Weise wurden sowohl die Wirtschaft der Eurozone als auch die Geldmenge erhöht. Die Notenbanken haben je nach Währungsraum unterschiedliche Ziele. Das Ziel besteht darin, die Preisstabilität zu gewährleisten. Außerdem sollte die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt unterstützt werden, solange dies nicht dem Inflationsziel entgegensteht. 

Leitzinsen

Die Notenbanken verwenden häufig Leitzinserhöhungen und -senkungen, um die Geldpolitik zu kontrollieren. Die Geschäftsbanken müssen mehr Geld bei ihren Notenbanken leihen, wenn die Zinsen steigen. Die höheren Kosten werden von Geschäftsbanken an ihre Kunden weitergegeben. Es gibt einen Rückgang der Anreize in der Privatwirtschaft, Kredite zu erhalten. Gleichzeitig werden Anleihen aufgrund höherer Zinsen immer interessanter.

Zinserhöhungen sollen die Wirtschaft insgesamt abkühlen und die Inflation senken. In solchen Situationen steigt die Bevölkerungsquote zum Sparen, während die Neigung zum Investieren eher abnimmt.

Mindestreservesätze

Die Mindestreservesätze, die Geschäftsbanken als Sicherheit hinterlegen müssen, sind ein weiteres Instrument der Notenbanken. Anschließend können die Banken dieses Geld nicht für die Vergabe von Krediten nutzen. Wenn die Notenbank den Mindestreservesatz erhöht, sinkt die Gesamtgeldmenge. Diese Maßnahme kann auch zur Inflationssenkung beitragen.

Leitzinserhöhung

Europäische Zentralbank EZB

Am 26. Oktober hat die Europäische Zentralbank (EZB) nach zehn erfolgreichen Leitzinserhöhungen keine zusätzliche Zinserhöhung durchgeführt. Die EZB hat im September, Juli, Juni und Mai den Leitzins für die Eurozone um 0,25 Prozentpunkte auf 4,50 Prozent erhöht. Im September hat die EZB den für die Finanzmärkte bedeutenderen Einlagesatz um 0,25 Prozentpunkte auf 4,00 Prozent erhöht. Im Februar und März wurden die Zinserhöhungen mit 0,5 Prozentpunkten deutlich erhöht. Im Jahr 2022 hat die EZB den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte im Juli, 0,75 Prozentpunkte im September, 0,75 Prozentpunkte im Oktober und 0,5 Prozentpunkte im Dezember angehoben. Am 14. Dezember 2023, 25. Januar 2024 und 7. März 2024 wird der EZB-Rat seine nächsten Sitzungen abhalten, um über die Leitzinsen für die Eurozone zu entscheiden.

US-Notenbank FED

In ihrer Sitzung vom 19. und 20. September hat die Federal Reserve der Vereinigten Staaten beschlossen, die Leitzinsen nicht anzuheben. Damit bleibt das Band des Leitzinses bei 5,25 bis 5,50 Prozent. Am 26. Juli hat die Federal Reserve die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte erhöht. Es wurde im Juni keine Erhöhung des Leitzinses durchgeführt. Die US-Bank hatte ihr Leitzinsband im Mai, März und Februar 2023 jeweils um 0,25 Prozentpunkte angehoben.

Nachdem das Leitzinsband Anfang 2022 bei 0,00 bis 0,25 Prozent gelegen hatte, gab es im März 0,25 Prozentpunkte, im Mai 0,5 Prozentpunkte, im Juni, Juli, September und Oktober jeweils 0,75 Prozentpunkte und im Dezember 0,5 Prozentpunkte. Am 31. Oktober/1. November und am 12./13. Dezember 2023 findet die nächste Sitzung des „Federal Open Market Committee“ (FOMC) statt, bei der über die Leitzinsen entschieden wird.

 

Schweizerische Nationalbank SNB

Am 21. September hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) entschieden, den Leitzins bei 1,75 Prozent aufrechtzuerhalten. Die jüngsten Erhöhungen waren im Juni 2023 um 0,25 %, im März 2023 um 0,50 % und im Dezember 2022 um 0,50 %. Der Leitzins lag von Mitte 2019 bis Juni 2022 bei -0,75 %. Im Juni 2022 wurde er auf -0,25% angehoben. Nachdem er im September um 0,75 Prozentpunkte gestiegen war, befand er sich erneut bei 0,50 Prozent im positiven Bereich.

Am 14. Dezember 2023 und am 21. März 2024 findet die nächste SNB-Sitzung zur „Geldpolitischen Lagebeurteilung“ statt.

Portfolio Tracker Aktienkalender Rezession Unternehmen Aristokraten mydividends24 Könige Dividende Strategie Kennzahlen KGV KUV KBV Spread Bid Ask Kurs Split Aktiensplit Orderarten Limit Order ETF Fonds Frugal Frugalismus ESG 3M Aktienbewertung Union Pacific Zinsen EZB FED SNB Leitzinsen Aktien

Fazit

Es werden auch wieder gute Zeiten kommen, dass zeigt uns ein Blick zurück in die Vergangenheit. Solide und starke Unternehmen kommen aus Krisenzeiten oft noch stärker hervor. Ganz nach dem Motto „Der Phönix aus der Asche“.

In Zeiten steigender Zinsen sollten Anleger mit einem intelligenten Mix aus Aktien und Anleihen gut aufgestellt sein. Jedoch ist es immer erforderlich, mit Schwankungen des Kurses zu rechnen. Immobilien können immer noch eine bedeutende Position im Gesamtvermögen einnehmen. Käufer von Immobilien müssen aufgrund der erhöhten Finanzierungszinsen sorgfältig abwägen, ob der Kauf eines weiteren Grundstücks noch lohnenswert ist oder ob es sinnvoll sein kann, sich von einem oder mehreren Objekten zu trennen.

Achtung: Es handelt sich hier ausschließlich um die Meinung des Autors und nicht um eine Anlageberatung!

Wenn auch Ihr, weitere Dividendenaktien oder ETFs entdecken möchtet, könnt Ihr dazu gerne unsere Dividenden App myDividends24 nutzen. Hier erhaltet Ihr Zugriff auf über 2000 Aktien und ETFs und könnt sogar ein Portfolio erstellen und die gewünschten Titel hinzufügen. Hier gibt es mehr Details dazu. Jetzt kostenlos herunterladen und 7 Tage lang testen.

Zur myDividends24-App

Erfahre mehr über myDividends24

Teile den Beitrag

Facebook
Twitter
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert