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Bärenmarkt – Was genau ist das?

Nachdem es letzte Woche bereits einen Beitrag zum Bullenmarkt gab, haben wir heute das Pendant, den Bärenmarkt. Auch der Bärenmarkt sollte jedem Anleger ein Begriff sein, denn ist man lange genug auf dem Aktienmarkt unterwegs, so wird man zwangsläufig einem Bärenmarkt erleben. Dies ist der Fall, da dieser ebenso wie der Bullenmarkt zum natürlichen Zyklus des Aktienmarkts gehört. Ein Bärenmarkt liegt vor, wenn Aktien über einen längeren Zeitraum um mindestens 20 % fallen. Der berühmteste Fall ereignete sich während der Großen Depression. Jüngere Beispiele sind der Dot-Com-Crash von 2000 bis 2001 und die Weltfinanzkrise von 2007 bis 2008.

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Bärenmarkt – Definition

Nach der Definition von Wirtschaftswissenschaftlern und Anlegern liegt ein Bärenmarkt vor, wenn die Aktienkurse um 20 % oder mehr gegenüber ihrem jüngsten Höchststand fallen. Rückgänge dieses Ausmaßes sind auf Rezessionen, steigende Zinssätze und schlechte Erträge zurückzuführen. Die große Mehrheit der Aktienkurse sinkt, und die Stimmung der Anleger ist in der Regel sehr negativ.

Ein Bärenmarkt kann von einigen Monaten bis hin zu Jahren andauern. Bezogen auf den S&P 500 Index, dauert ein Bärenmarktes im Durschnitt 289 Tage oder etwa 9,6 Monate. Der durchschnittliche Rückgang beträgt hierbei 36%.

Bärenmarkt und seine Phasen

Ebenso wie der Bullenmarkt, lässt sich der Bärenmarkt im Allgemeinen in vier Phasen unterteilen, welchen zumeist auch in folgender Reihenfolge auftreten:

Phase 1 – Anfängliche Verkäufe

In dieser Phase verkaufen die Aktionäre Aktien, um von einem neuen Höchststand zu profitieren. Die Stimmung der Anleger ist in der Regel noch sehr optimistisch.

Phase 2 – Anhaltende Verkäufe

Diese Phase tritt ein, wenn sich die Stimmung der Anleger aufgrund negativer Nachrichten verschlechtert. Die Unternehmensumsätze und das Umsatzwachstum können sich verlangsamen oder sogar negativ werden. Schlechte Wirtschaftsnachrichten, die durch andere Faktoren noch verschärft werden, veranlassen die Aktionäre, mehr Aktien zu verkaufen. Nachschussforderungen können den Abwärtstrend verstärken.

Phase 3 – Stabilisierung   

Schließlich sind die Preise so niedrig, dass Spekulanten beginnen, Aktien zu kaufen, was die Preise nach oben treibt. Die Aktienkurse können nach wie vor weiter fallen, da Privatanleger und institutionelle Investoren ruhig bleiben und möglicherweise sogar noch mehr Aktien verkaufen. Gute Wirtschaftsnachrichten können jedoch dazu führen, dass sich die Verkäufe verlangsamen und die Käufer auf den Markt zurückkehren. Die Aktienkurse sind in dieser Phase häufig volatil sein, das heißt auf regelmäßige Gewinne folgen oftmals auch Rückgänge.

Phase 4 – Erholung

Bullenmärkte folgen auf Bärenmärkte. Die Anleger erwarten für die Zukunft steigende Umsätze und Gewinne. Die Kombination aus niedrigen Aktienkursen und der Erwartung besserer wirtschaftlicher Zeiten veranlasst die Käufer, wieder in den Markt einzusteigen.

 

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Korrektur oder Bärenmarkt?

Von einer Korrektur spricht man, wenn die Aktienkurse um mindestens 10 %, aber weniger als 19,9 % fallen. Seit 1928 hat es insgesamt 33 Korrekturen gegeben. Korrekturen können sich zu Bärenmärkten entwickeln, aber viele tun dies nicht. Außerdem sind Korrekturen oft gute Einstiegspunkte für Anleger, da sich die Aktienkurse relativ schnell erholen und wieder steigen.

Warum kommt es zu Bärenmärkten?

Bärenmärkte entstehen aufgrund negativer Erwartungen in Bezug auf künftige Gewinne und Cashflows. Am Ende eines Wachstumszyklus haben die Unternehmen Mühe, ihre Umsätze und Gewinne zu steigern. Die Erwartungen der Anleger werden nicht erfüllt. Folglich verkaufen sie ihre Aktienbestände. Andere Aktionäre, die die Aktienkurse beobachten, versuchen, ihre Verluste zu begrenzen und verkaufen ebenfalls, was zu einem Abwärtstrend führt.

Risikoaversion und Baisse-Stimmung verhindern, dass sich die Aktienkurse erholen. Letztendlich erreichen die Aktienkurse jedoch ihren Tiefpunkt, und es beginnt wieder ein Aufwärtsmarkt.

Die Gründe für einen Bärenmarkt sind unterschiedlich. In der Regel drückt jedoch eine schwache oder sich verlangsamende Wirtschaft auf die Einnahmen und Gewinne, was zu Aktienverkäufen führt. Darüber hinaus kann die Wirtschaft in eine Rezession eintreten, die durch einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen gekennzeichnet ist. Eine Rezession und ein Bärenmarkt treten jedoch nicht immer gleichzeitig auf. Wir haben bereits ein Beitrag zum Thema Rezession verfasst, falls du also noch mehr erfahren willst, schau hier.

Andere Faktoren, die einen Bärenmarkt beeinflussen, sind Pandemien und Kriege. So löste beispielsweise die COVID-19-Pandemie weit verbreitete Ängste bei den Verbrauchern und regulatorische Maßnahmen der Regierungen aus, was die Wirtschaftstätigkeit stark beeinträchtigte. In ähnlicher Weise wirkte sich der russisch-ukrainische Krieg auf die Weltwirtschaft aus, indem er die Inflation ankurbelte und das Angebot an Getreide, Öl und Erdgas verringerte, was zu einem Bärenmarkt führte. Auch als Reaktion auf eine hohe Inflation oder hohe Arbeitslosigkeit, kann es zu Korrekturen oder einem Bärenmarkt kommen.

Fazit

Ein Bärenmarkt ist per Definition ein Rückgang des Aktienmarktes um 20 % oder mehr. Diesen sind schwierig zu bewältigen, sind jedoch ein normaler Teil des Investitionsprozesses. Jeder Anleger, der sich lange genug mit dem Aktienmarkt beschäftigt, wird eine solche Phase der Rezession erleben. Die nicht realisierten Verluste sind schmerzhaft und machen die Anleger häufig nervös. Doch Bullenmärkte kommen irgendwann zurück. Anleger, die sich auf spekulative und risikoreichere Aktien konzentrieren, warten jedoch häufig viele Jahre, bis sie ihre Verluste wieder wettgemacht haben. Eine mögliche Lösung hierfür könnten Dividendenaktien sein, da diese auch in Krisenzeiten häufig ein stabiles passives Einkommen bieten können. Wenn du noch mehr über die Vor- und Nachteile von Dividendenaktien erfahren willst, schau hier vorbei.

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