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Welche Ordertypen gibt es & wie nutze ich sie?

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Einleitung

Jeder der schon etwas länger an der Börse ist kennt verschiedene Ordertypen, jedoch als Börsenneuling kann man mit den verschiedenen Ordermöglichkeiten wenig anfangen und tut sich schwer ihnen Funktionen zuzuordnen. Selbst erfahrene Trader kennen nicht jeden Orderzusatz, dass liegt oftmals daran, dass nicht jeder Broker jede Orderart anbietet. 

Du solltest die gängigsten und wichtigsten Ordertypen auf jeden Fall kennen und deren Anwendung verstehen. Im folgenden Blog werden dir diese verständlich erklärt.

Bevor wir aber mit den Orderarten beginnen, werden wir uns erstmal anschauen was überhaupt eine Order ist

Was ist eine Order?

Eine Order ist ein Auftrag, den ein Anleger an seinen Broker/Handelsplattform sendet, um eine bestimmte Handelsaktion auszuführen. Es ist ein Vertrag zwischen dem Anleger und dem Broker, in dem der Anleger festlegt, welche Wertpapiere zu welchem Preis und Zeitpunkt gekauft oder verkauft werden sollen. Eine Order kann entweder in Echtzeit oder als aufgeschobener Auftrag ausgeführt werden.

Eine Order enthält normalerweise Informationen wie den Namen des Wertpapiers, die Anzahl der Aktien die gekauft oder verkauft werden soll und den Ausführungszeitpunkt. 

 
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Informationen zum Verkauf einer Position; Wertpapier, Zeitraum, Handelsplatz, Ordertyp + Verkaufslimit

Welche Ordertypen gibt es?

Die für einen Trader oder Anleger zur Verfügung stehenden Ordertypen sind abhängig vom Broker. Nicht alle Online-Broker oder Banken bieten eine große Auswahl an möglichen Orderarten. Aber grundsätzlich kann man sechs Ordertypen unterscheiden:

  • Market Order
  • Limit Order
  • Stop Loss Order
  • Stop Order
  • Stop Limit Order
  • Trailing Order
 
Die oben aufgeführten Orderarten werden nun kurz erläutert und jeweils durch ein Beispiel und Grafik verständlich erläutert.

Market-Order/Direktkauf

Eine Market-Order ist eine Anweisung an den Broker, eine bestimmte Menge an Wertpapieren zum aktuellen Marktpreis zu kaufen oder verkaufen. Eine Market-Order wird sofort ausgeführt und der Preis zu dem die Transaktion stattfindet, entspricht dem besten verfügbaren Marktpreis. Das heißt eine Market-Order kann beim Kauf als billigst und beim Verkauf als bestens angewandt werden. Der nächst gehandelte Kurs entscheidet dann über den Preis je Aktie. Der Nachteil einer Market-Order ist, dass der Preis während der Ausführung variieren kann, sodass du am Ende mehr oder weniger bezahlen kannst als erwartet. Market-Order sind besonders nützlich für Trader, die schnell in den Markt einsteigen oder aus ihm aussteigen müssen und keine Zeit haben auf günstigere Preise zu warten.

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Market-Order: Die Order wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt und Kurs ausgeführt.

Limit-Order

Eine Limit-Order ist eine Anweisung an den Broker, eine bestimmte Menge an Wertpapieren zu einem bestimmten Preis oder besser zu kaufen oder zu verkaufen. Das bedeutet, dass die Transaktion nur zu einem bestimmten Preis oder besser ausgeführt werden wird. Wenn beispielsweise eine Kauf-Limit-Order für eine Aktie bei 50 Euro gesetzt wird, wird die Order erst ausgeführt wenn der Marktpreis auf bzw. unter 50 Euro fällt. Eine Verkaufs-Limit-Order wird ausgeführt, sobald der Marktpreis den von dir festgelegten Preis erreicht oder darüber hinausgeht.

Der Vorteil von Limit-Ordern ist, dass du die Kontrolle über den Preis hast, zu dem du handeln möchtest. Der Nachteil ist, dass die Transaktion möglicherweise nicht ausgeführt wird, wenn der Marktpreis den festgelegten Preis nicht erreicht oder überschreitet. Limit-Order sind besonders nützlich für Leute, die auf günstigere Preise warten möchten oder ihr Risiko begrenzen möchten, wenn der Markt volatil ist.

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Limit-Order-Kauf : Wird der Kurs von 2,60 erreicht bzw. unterschritten wird die Order automatisch ausgeführt.

Stop-Loss-Order

Eine Stop-Loss-Order ist eine Art von Limit-Order die verwendet wird um Verluste bei einer offenen Position zu begrenzen. Mit einer Stop-Loss-Order gibst du eine Anweisung an den Broker, eine Position automatisch zu verkaufen (bei einer Long-Position) oder zu kaufen (bei einer Short-Position), wenn der Kurs eines Wertpapiers einen bestimmten von dir festgelegten Stop-Loss-Preis erreicht oder unterschritten hat.

Die Idee hinter einer Stop-Loss-Order ist es, dass Risiko des Verlusts von Kapital zu minimieren. Wenn der Marktpreis den Stop-Loss-Preis erreicht oder unterschreitet, wird die Order automatisch ausgeführt und die Position wird verkauft (bei einer Long-Position) oder gekauft (bei einer Short-Position). Auf diese Weise kannst du verhindern, dass du unnötige Verluste auf eine Position erleidest, wenn der Markt sich in die falsche Richtung bewegt.

Der Nachteil einer Stop-Loss-Order ist jedoch, dass aufgrund von Marktschwankungen zum Auslösen des Stop-Loss-Preises kommen kann. Das bedeutet, dass ein Ausstieg aus einer Position erfolgt, bevor du wirklich deine Strategie umsetzen konntest. Man kann auch Market-Gaps erleben, in denen es zu einem erheblichen Preisrückgang oder -anstieg kommt und die Stop-Loss-Order zu einem viel schlechteren Preis ausgeführt wird, als du es beabsichtigt hattest. Aus diesem Grund ist es wichtig, den Stop-Loss-Preis sorgfältig zu wählen und zu überwachen, um Verluste und unerwartete Ausführungen zu vermeiden

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Setzt der Kurs auf die Stop-Loss-Grenze auf oder unterschreitet diese, wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt billigst verkauft.

Stop-Order

Eine Stop-Order ist eine Funktion, die verwendet wird, um eine Position zu eröffnen, sobald eine bestimmte Preisgrenze erreicht wird. Im Gegensatz zur Stop-Loss-Order, die verwendet wird, um Verluste zu minimieren, wird die Stop-Order verwendet, um Gewinne zu maximieren. Eine Stop-Order wird normalerweise über dem aktuellen Marktpreis platziert, wenn man eine Long-Position eröffnen möchte oder unterhalb des aktuellen Marktpreises, wenn man eine Short-Position eröffnen möchte.

Wenn der Marktpreis den Stop-Preis erreicht oder überschreitet, wird die Stop-Order automatisch ausgeführt und die Position wird eröffnet. Eine Stop-Order wird normalerweise als eine Art von Limit-Order verwendet, da sie den Preis begrenzt, zu dem die Position eröffnet wird.

Stop-Order sind nützlich um auf bestimmte Preisniveaus zu warten, bevor du eine Position eingehen möchtest. Sie können auch verwendet werden, wenn man in der Nähe von Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen handelt oder es wichtig ist, dass eine Bestätigung des Marktes erfolgt, bevor man eine Position eingehen möchte. Wie bei allen Arten von Order solltest du sicherstellen, dass du deinen Stop-Preis sorgfältig auswählst und überwachst, um unerwartete Ausführungen zu vermeiden, die zu Verlusten führen können.

Stop-Limit-Order

Eine Stop-Limit-Order ist eine Kombination aus einer Stop-Order und einer Limit-Order. Wenn der Preis eines Wertpapiers einen bestimmten Wert erreicht, der als Stop-Preis bezeichnet wird, wird eine Limit-Order zum Kauf oder Verkauf des Wertpapiers platziert.

Im Gegensatz zu einer einfachen Stop-Order wird bei einer Stop-Limit-Order sowohl der Stop-Preis als auch der Limit-Preis festgelegt. Der Stop-Preis wird verwendet, um zu bestimmen, wann die Limit-Order ausgelöst wird und der Limit-Preis wird verwendet, um zu bestimmen, zu welchem Preis das Wertpapier gekauft oder verkauft wird, sobald die Limit-Order ausgelöst wurde.

Da eine Stop-Limit-Order eine Limit-Order beinhaltet, wird keine Ausführung garantiert, insbesondere wenn der Markt sich schnell bewegt oder volatil ist und der Limit-Preis nicht erreicht wird. Ebenfalls besteht ein Risiko, dass die Stop-Limit-Order nicht ausgeführt wird, da der Marktpreis den Stop-Preis erreicht, aber nicht den Limit-Preis.

Stop-Limit-Orders können nützlich sein, um Verluste zu begrenzen oder eine Position zu eröffnen, sobald der Markt einen bestimmten Preis erreicht hat. Jedoch erfordern Stop-Limit-Orders mehr Vorsicht und Überwachung als einfache Market- oder Limit-Orders, um unerwartete Ausführungen zu vermeiden

Trailing-Order

Eine Trailing-Order ist eine spezielle Art von Order, bei der der Stop-Preis (der Preis, zu dem die Order ausgelöst wird) automatisch an die Preisbewegung des Wertpapiers angepasst wird. Eine Trailing-Order wird häufig als Stop-Loss-Order verwendet, um Verluste zu minimieren und Gewinne zu maximieren.

Im Falle einer Trailing-Stop-Order wird der Stop-Preis nach oben (bei einer Long-Position) oder nach unten (bei einer Short-Position) angepasst, wenn sich der Marktpreis in die bevorzugte Richtung bewegt. Die Trailing-Order folgt sozusagen dem Preis, daher der Name „Trailing“. Die Trailing-Order wird in der Regel als Prozentsatz oder Betrag über oder unter dem Marktpreis eingestellt.

Beispielsweise kannst du eine Trailing-Stop-Order für eine Long-Position bei 5% über dem aktuellen Marktpreis festlegen. Wenn der Marktpreis um 5% steigt, steigt auch der Stop-Preis um 5%. Fällt der Marktpreis um 3%, bleibt der Stop-Preis auf dem höheren Niveau von 5% über dem aktuellen Preis.

Die Vorteile der Verwendung von Trailing-Order sind, das man Verluste begrenzen und gleichzeitig Gewinne laufen lassen kann. Diese Art von Auftrag ist besonders nützlich, wenn man an trendbestimmende Märkte interessiert ist und von Stärken im Markt profitieren möchten. Trailing-Order erfordern jedoch mehr Überwachung und müssen sorgfältig kalibriert und in Bezug auf Marktbedingungen und Risiko gemanagt werden.

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Tolles Tool, um Gewinne laufen zu lassen und Verluste zu reduzieren. Für einen sehr volatilen Markt eher ungeeignet.

Kann man eine Order zurücknehmen, verändern oder löschen ? 

Die Beantwortung ist ganz einfach. In der Regel erlauben alle Broker und Online-Banken das unbegrenzte Setzen, Verändern und Löschen einer Order (egal welchen Typs) so lange diese noch nicht ausgeführt wurde. Jeder Anbieter hält in einem Orderbuch fest, welche Orderwünsche derzeit hinterlegt sind und je nach Ordertyp und Kursverlauf ausgelöst werden. Hier kann man sich also über die eingestellten Orders informieren.

Fazit Orderarten

Nicht jeder Anbieter gewährt alle Ordertypen. Deshalb solltest du bereits bei der Brokerauswahl darauf achten, welche Orderarten wichtig für deine Strategie sind und ob der Broker diese anbietet. Trade Republic ist zum Beispiel hier (noch) sehr eingeschränkt.

Es macht in Sinn sich mit den Ordertypen auseinanderzusetzen und die verschiedenen Möglichkeiten für die eigene Strategie zu nutzen. Gerade das Begrenzen von Verlusten und die Gewinnabsicherung und -mitnahme (bspw. durch einen Trailing Stop Loss) kann sinnvoll sein.

Deshalb ist es wichtig, die Ordertypen zu kennen und auch mal den eigenen Broker darauf zu analysieren, was man dort für eine Ordertypenauswahl hat. Gleichzeitig kann man bei den verschiedenen Brokern auch noch Orderzusätze auswählen. Hiervon gibt es auch einige, die die Ordertypen nochmals verfeinern und unterstützen können. Zu den Orderzusätzen könnt ihr in Kürze mehr erfahren.

Achtung: Es handelt sich hier ausschließlich um die Meinung des Autors und nicht um eine Anlageberatung!

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