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Wie berechnet man Kapitalerträge?

Kapitalerträge sind einer der wichtigsten Bestandteile eines jeden Finanzplans. Jedoch kann es bei der Berechnung der Kapitalerträge immer wieder zu Problemen kommen, da es nicht nur verschiedene Berechnungsmethoden gibt, sondern die Berechnungsmethoden sind auch abhängig von der Art der Anlage.

Wie berechnet man Kapitalerträge?

Im folgenden Beitrag stellen wir zunächst einmal die allgemeinen Berechnungsmethoden dar und gehen dann anschließend noch auf die verschiedenen Arten von Kapitalerträgen eine spezifische Berechnungsmethode, welche für die jeweilige Art von Kapitalerträgen funktioniert.

Es gibt verschiedene Methoden zur Einkommensberechnung, aber am einfachsten ist es, sie in die Nettoeinkommensmethode und die Bruttoeinkommensmethode zu unterteilen.

Die Nettoeinkommensmethode

Das Nettoeinkommen aus Investitionen ist eine wichtige finanzielle Kennzahl, um die Rentabilität der  Investitionen zu bewerten. Das Nettoeinkommen aus Investitionen ist gleich, der Nettobetriebsgewinn aus Investitionen einer Person, abzüglich aller Wertminderungsaufwendungen, Steuern oder anderer mit diesen Investitionen verbundener Kosten. Um den Nettoertrag Ihrer Investitionen zu berechnen, ziehen Sie die jährlichen Ausgaben für Ihre Investitionen von Ihren Bruttoerträgen aus Ihren Investitionen ab, so erhalten Sie Ihr Nettoeinkommen. Daraus lässt sich feststellen, wie viel Geld Sie mit jeder Ihrer Investitionen verdienen und ob Sie insgesamt Geld gewinnen oder verlieren.

Das Nettoeinkommen aus Investitionen ist wichtig, weil es ein Maß für die Rentabilität ist, das bestimmte Kosten ausschließt und widerspiegelt, wie viel Cashflow aus der Geschäftstätigkeit durch Investitionen in Vermögenswerte erzielt wurde. Diese Kennzahl kann nützlich sein, um Investitionsentscheidungen zu treffen und die Gesamtleistung des Unternehmens zu beurteilen.

Die Bruttoeinkommensmethode

Um den Gesamtbetrag aller Einkommensströme, wie unter anderem Gehalt, Dividenden, Zinszahlungen und Kapitalgewinnen, zu beschreiben, verwendet man in der Finanzwelt den Begriff des Bruttoeinkommens. Das Bruttoeinkommen ist besonders nützlich, wenn man herausfinden möchte, wie viel Geld man monatlich maximal für Investitionen ausgeben könnte, ohne dass die finanziellen Mittel aufgebraucht werden. Außerdem hilft das Bruttoeinkommen bei einer möglichen Steuerberechnung, da hier bereits alle jeweiligen Finanzströme zusammengefasst werden.

Um Ihre Bruttoanlageerträge zu berechnen, ermitteln Sie zunächst den Gesamtwert Ihres Portfolios. Dazu gehören alle Ihre Aktien, Anleihen und sonstigen Anlagen. Ziehen Sie dann alle Verbindlichkeiten von Ihrem Portfoliowert ab. Dazu gehören Hypotheken, Kreditkartenschulden und andere Darlehen, die Sie auf Ihrem Konto haben. Multiplizieren Sie dann den Portfoliowert mit dem prozentualen Anteil, den Sie an jeder Anlage besitzen.

Die verschiedenen Arten von Kapitalerträgen und wie diese Berechnet werden

Aktien

Auch bei der Berechnung von Kapitalerträgen aus Aktien finden sich die zwei eben aufgezeigten Berechnungsmethoden wieder.

Auf der einen Seite die Nettoeinkommensverfahren, bei dem Dividenden, Zinsen und sonstigen Erträge Ihrer Aktien berechnet und dann alle mit dem Aktienbesitz verbundenen Kosten, wie z. B. Maklerprovisionen, abgezogen werden.

Auf der anderen Seite die Bruttoertragsmethode, hier wird das gesamte Geld betrachtet, welches durch Aktien eingenommen wird, unabhängig von den damit verbundenen Kosten.

Neben diesen beiden Methoden kann man bei Aktien auch noch die Gewinnaufteilungsmethode anwenden, um somit herauszufinden, wie viel Ihrer Gewinne aus Dividenden bzw. anderen Quellen wie Zinsen oder Kapitalgewinnen stammen. Dabei werden alle Aktien berücksichtigt und ausschließlich der kumulierten Gewinn oder Verlust betrachtet.

Anleihen

Es gibt viele verschiedene Methoden zur Berechnung von Kapitalerträgen aus Anleihen. Die gängigste Methode ist die Rendite bis zur Fälligkeit (YTM = yield to maturity). Die Rendite bis zur Fälligkeit ist der Prozentsatz des ursprünglichen Kaufpreises, den die Anleihe während ihrer Laufzeit abwirft. Eine Anleihe mit einer YTM von 10 % bringt beispielsweise nach 5 Jahren 50 % des ursprünglichen Kaufpreises ein. Der YTM-Wert hilft dabei zu bestimmen, wie viel Geld Sie jedes Jahr mit der Anleihe verdienen und um zu evaluieren, ob Sie Ihre Anleihe vor Fälligkeit verkaufen sollten oder nicht.

Neben der YTM-Methode gibt es zur Berechnung der Kapitalerträge von Anleihen auch die Effektivzinsmethode. Bei der Effektivzinsmethode wird der Nettogegenwartswert der Anleihe auf der Grundlage des Gegenwartswerts aller Mittelzuflüsse und aller Mittelabflüsse während der Laufzeit der Anleihe, einschließlich aller Kuponzahlungen, berechnet.

Investmentfonds

Investmentfonds sind Pools von Vermögenswerten, welche in der Regel von professionellen Investmentmanagern verwaltet wird. Die Entscheidungen über Anlagen, werden hier zumeist auf Grundlage einer Analyse der Fondbestände und der Marktbedingungen entscheiden.

Die gängigste Methode zur Berechnung von der Kapitalerträge von Investmentfonds ist die Verwendung des Nettoinventarwerts (NAV = Net asset value) des Fonds. Der NAV ist der Preis, zu dem Sie hypothetisch alle Anteile des Fonds verkaufen könnten.

Eine andere Methode zur Berechnung von Kapitalerträgen aus Investmentfonds ist die Verwendung Ihrer tatsächlichen Renditen des vergangenen Jahres. Bei dieser Berechnung werden sowohl Ihre ursprüngliche Investition als auch etwaige Kapitalgewinne oder -verluste, die Sie seither erzielt haben, berücksichtigt. Diese Methode ist jedoch nur sinnvoll, wenn Sie seit mindestens einem Jahr in den betreffenden Investmentfonds investiert haben.

Immobilien

Um die Kapitalerträge aus Immobilien zu berechnen, gibt es drei Schritte, welche zu beachten sind:

Als erstes das Identifizieren aller Immobilien, welche Sie besitzen oder beabsichtigen zu erwerben. Wichtig: Hierzu gehören auch passive Investitionen, wie beispielsweise Mietobjekte.

Als zweites berechnen Sie ihre Bruttomietrendite (GRY = gross rental yield). Bei der Bruttomietrendite handelt es sich um den Prozentsatz der Mieteinnahmen, der über den Kosten liegt, die bei der Vermietung der Immobilie anfallen, einschließlich Hypothekenzahlungen, Steuern und Wartungs-/Reparaturkosten.

Als drittes und letztes berechnen Sie ihre Nettobetriebsrendite (NOY = net operating yield). Die Nettobetriebsrendite ist der Prozentsatz der Mieteinnahmen nach Abzug aller Ausgaben, die für den Betrieb der Immobilie anfallen, einschließlich Hypothekenzahlungen, Steuern und Instandhaltungs-/Reparaturkosten.

Investmentkonten für den Ruhestand

Vor allem in jungen Jahren beschäftigen sich die meisten Leute noch nicht mit einem möglichen Rentenportfolio. Erst dann, wenn die ersehnte Rente immer näherkommt, gucken viele wie viel Geld ihnen überhaupt für die Rente zur Verfügung steht. Um zu berechnen, wie hoch das Einkommen ist, das eine Person aus ihrem Rentenkonto erhält, muss man folgende Faktoren kennen:

  • Das Guthaben auf dem Konto
  • Der Zinssatz
  • Die Anzahl der Jahre bis zur Pensionierung
  • Die Inflationsrate

 

Mithilfe des Kontostands lassen sich zukünftige monatliche Zinszahlungen berechnen. Mit diesen Werten und der öffentlichen Inflationsrate lassen sich nun relativ präzise die zukünftigen Kapitalerträge des Rentenkontos berechnen.

Wertvolle Sammlerstücke

Die Kapitalerträge aus Sammlerstücken zu berechnen ist simpel. Zunächst ermitteln Sie den aktuellen Wert des Sammlerstück und ziehen von diesem die Kaufkosten des Objekts ab. Wenn Sie nun die erhaltenen Differenz durch die Anzahl der Jahre teilen, den Sie den Artikel schon besitzen, können Sie den prozentualen Wertwachstum bestimmen. Wenn Sie den jährlichen Prozentsatz, mit dem Investitionszeitraum multiplizieren, erhalten Sie den erwartbare Rendite.

Besonders wichtig bei Sammlerstücken noch einmal zu erwähnen ist, dass diese häufig unter bestimmten Voraussetzungen aufbewahrt und gepflegt werden müssen. Anhand dieser ganzen Faktoren und der erwartbaren Rendite, können Anleger entscheiden, ob Sie das Sammlerstück in ihr Portfolio aufnehmen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es gut möglich ist seine Kapitalerträge zu berechnen. Auf Basis dessen können Sie ihre Wertentwicklung fundierter beobachten und gegebenenfalls eine Neugewichtung des Portfolios vorzunehmen. Es ist immer gut, wenn Sie eine hohe Diversifikation im Portfolio haben, um so gut es möglich ist, abgesichert zu sein. Auch ist es sinnvoll, wenn Sie sich schon frühzeitig mit der Altersvorsorge beschäftigen, um auch dort bestmögliche Erträge erzielen zu können.

Achtung: Es handelt sich hier ausschließlich um die Meinung des Autors! Wir übernehmen keinerlei Haftung für getätigte Investitionen.

 

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